Cerro - Piazza Manzoni

Sanierung eines Gebäudes in der Altstadt

Cerro, Laveno Mombello (VA) – piazza Manzoni

Idee

Die Sanierung entstand aus dem Wunsch, ein Ferienhaus für die Eigentümer zu schaffen, das zugleich als B&B genutzt werden kann. Ziel war es, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu bewahren – darunter die Steintreppe, die Böden aus Granit, Zementfliesen und Terrakotta sowie die Holzdecken – und sie harmonisch mit zeitgemäßen strukturellen und haustechnischen Lösungen zu verbinden./p>

Raumaufteilung

Ursprünglich verfügte das historische Gebäude über drei Zugänge von den umliegenden Fußwegen und war in drei Räume pro Etage unterteilt, jeweils mit einem Bad pro Stockwerk.
Die neue Raumorganisation sieht im Erdgeschoss die Einrichtung eines einzigen Haupteingangs vor, die vollständige Erneuerung des Gäste WCs , die Umgestaltung des großen Raumes zur Küche für das B&B und die Umnutzung eines weiteren Raumes zur Garage. Der ehemalige Abstellraum neben der Küche wurde in einen Technikraum umgewandelt.
Im ersten Stock werden drei Gästezimmer, jedes mit eigenem Bad realisiert.
Im zweiten Stock befindet sich die private Wohnung der Eigentümer, bestehend aus zwei Schlafzimmern, einem Bad sowie einem großzügigen Wohnbereich mit Küche und Wohnzimmer. Der Ausbau des Dachbodens verleiht den Räumen besondere Helligkeit, Großzügigkeit und Wohnkomfort.

Materialien und Fassaden

Bei der Materialwahl wurde bewusst auf den Erhalt der Originalböden gesetzt: Beola- und Zementfliesen im Erdgeschoss sowie Terrakottaböden in einem der Zimmer und zwei Bädern des ersten Stocks. Im zweiten Stock wurde ein neuer Holzdielenboden verlegt, der sich harmonisch in die Atmosphäre des Hauses einfügt.
Die Holzdecken wurden erhalten und durch Stahlträger in Anthrazitgrau verstärkt, wodurch Tradition und zeitgenössische Akzente miteinander verschmelzen. Im Eingangsbereich wurde der beschädigte Putz entfernt und Teile des Natursteinmauerwerks bewusst freigelegt.
Die Fassaden wurden saniert und neu verputzt, wobei die Fenster mit gemalten Rahmen hervorgehoben wurden. Zur Erfüllung der aktuellen Vorschriften wurden im zweiten Stock zwei neue Fensteröffnungen eingefügt, die sich unauffällig in das architektonische Gesamtbild einfügen.

Haustechnik

Um die Originalböden zu erhalten und aufwendig Schlitze in die Natursteinmauern zu minimieren, wurden in allen Räumen eine 1 Meter hohe Vorsatzschale aus Gipskarton errichtet, die sowohl als Installationswand für die Leitungen dient als auch als Kopfteil für die Betten.
Die Beheizung erfolgt über Radiatoren: Ein Teil der Leitungen aus Kupfer wurde bewusst sichtbar gelassen, andere sind in den Vorsatzschalen verborgen.
Zur technischen Ausstattung gehören eine Brennwerttherme, eine Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung sowie eine Photovoltaikanlage – im Sinne von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

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